Internationale Grüne Woche 2018 in Berlin

Modernes Landleben: nachbarschaftlich, generationenfreundlich und zunehmend digital

Eine Vielfalt an Themenrund um modernes Leben auf dem Land und ländliche Entwicklung erwartet die Besucher/-innen in Halle 4.2 der Internationalen Grünen Woche Berlin 2018 (19. –28. Januar). Aussteller aus den ländlichen Räumen präsentieren ihre Ideen für lebenswerte Dörfer und Regionen und machen mit ihren Initiativen und Projekten ländliche Entwicklung anschaulich und lebendig. (lesen Sie mehr in der Pressemitteilung)

Mehr lesen

Das bundesweite Netzwerk „RegioLogistik“ geht in die dritte Runde

Am 30. November 2017 findet das dritte Treffen der Reihe „Logistikforen 2017“ in Hannover statt.

Die Veranstaltung steht unter dem Thema „Gute Qualität sicher und nachhaltig transportiert und bereitgestellt“. Im Fokus stehen dabei unter anderem Anlieferungs- und Bereitstellungssysteme für Lebensmittel, Transportbehälter und nachhaltige Verpackung. Dazu finden am Vormittag Fachvorträge statt und nachmittags stellen sich unterschiedliche Unternehmen im Rahmen eines Wissensmarktes vor.

Ziel der Logistikforen 2017 ist es, mit dem Wissen, der Erfahrung und den Kompetenzen vermarktender Initiativen und wissenschaftlicher Experten ein starkes Netzwerk der Regional-Logistik zu schaffen. Um Anmeldung wird bis zum 17. November gebeten.

Hier finden Sie die Einladung, das detaillierte Programm und den Wissenmarkt für das dritte Forum.

Mehr zum Projekt „Logistikforen 2017“ erfahren Sie hier.

Handbuch zur Regionalvermarktung erschienen

Der Bundesverband der Regionalbewegung möchte Regionalvermarktungsinitiativen unabhängig von ihrem Erfahrungsstand, ihrer Größe oder ihres Sortiments unterstützen und professionalisieren. Auf Grund der Vielzahl unterschiedlicher Formen von Regionalvermarktungsinitiativen ist die Vorgabe eines exakten Lösungswegs nicht möglich. Daher gibt das Handbuch Hilfen und Erfahrungswerte für die Vorbereitung der eigenen Entscheidungen. Gleichwohl soll der Leitfaden konkrete Unterstützung geben und das Arbeitsfeld der Regionalvermarktung in seiner ganzen Breite beleuchten.

Das Handbuch zur Regionalvermarktung beinhaltet die Bereiche der Regionalvermarktung, darunter auch:

  • Qualitäts- und Herkunftssicherung
  • Marketing und Kommunikation
  • Vertrieb und Logistik
  • Struktur und Finanzierung

Im Handbuch sind auf insgesamt 86 Seiten zahlreiche praktische Beispiele enthalten, die Wege zeigen, die Regionalvermarktungsinitiativen aktuell gehen. Diese Beispiele dienen als Entscheidungshilfen für das eigene Handeln oder dafür die Lösung von Problemen abzuleiten.

Eine Leseprobe sowie das Bestellformular erhalten Sie hier.

Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung

Knapp 420 Mio. € an Fördermitteln stehen für die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz und Ländliche Entwicklung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) im Zeitraum 2014 bis 2020 in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Viele Gemeinden und Projektträger haben sich auf den Weg gemacht und Projekte entwickelt. Angesichts eines immer komplexer werdenden Regelwerks sind die bürokratischen Hürden für die Antragsteller jedoch hoch. Es besteht große Einigkeit, dass diese ausufernde Bürokratielast in eine Sackgasse führt.

Bundes- und europaweite Beachtung fand deshalb das Papier „Neuausrichtung der ELER-Förderung nach 2020 (ELER – RESET)“ vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, das 2016 radikale Vorschläge für eine echte Vereinfachung der ELER-Förderung vorgelegt hat.

In der Veranstaltung „Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung“ wird Thomas Trepmann, Mitautor aus Sachsen, diese Vorschläge vorstellen. Gemeinsam mit Akteuren aus Norddeutschland und Dänemark sowie den TeilnehmerInnen soll diskutiert werden, wie es gelingen kann, eine solch grundlegend neue „Förder- und Kontrollphilosophie“ zu etablieren.

Die Veranstaltung findet am 13. November von 13:30 bis 17:30 Uhr im Hotel Prisma in Neumünster statt. Um Anmeldung wird bis zum 08. November gebeten.

Informationen zum Programmablauf und den Anmeldebedingungen finden Sie hier.

LEADER/CLLD-Jahreskonferenz hat in Quedlinburg stattgefunden

Foto: Amtshof Eicklingen

In diesem Jahr fand die LEADER/CLLD-Jahreskonferenz am 14. September 2017 in Quedlinburg statt. Gemeinsam mit der LAG Rund um den Huy, der LAG Nordharz und der LAG Harz luden die EU-Verwaltungsbehörden ELER, EFRE und ESF die entsprechenden Akteure zur Veranstaltung unter dem Motto: „Lokale Strategien – Vielfalt in Europa“ ins Palais Salfeldt ein.

Nach einer Begrüßungsrunde und verschiedenen Ehrungen erfolgte der Einstieg in die CLLD-Thematik, indem in drei verschiedenen Vorträgen über die Erfahrungen und Herausforderungen zu CLLD in Schweden, in der Tschechischen Republik sowie als Überblick in allen Mitgliedstaaten der EU berichtet wurde. Die anschließende Diskussion mit den Vortragenden und den Teilnehmern wurde rege geführt.

LEADER-Konferenz Exkursion NH
Foto: Amtshof Eicklingen

Nach diesem informationsreichen Vormittag wurden Exkursionen angeboten, die Einblicke in beispielhafte Projekte der gastgebenden Lokalen Aktionsgruppen im Landkreis Harz gewähren sollten. In der LAG Rund um den Huy wurden Projekte in Osterwieck und Deersheim vorgestellt. Die Gruppe, die sich für eine Exkursion in das Gebiet der LAG Nordharz entschieden hat, besuchte Projekte in Quedlinburg und Neinstedt, wohingegen Teilnehmer der Exkursion der LAG Harz Einblicke in Projekte aus Drübeck, Veckenstedt und Silstedt erhielten.

Nach den Exkursionen trafen sich alle Teilnehmer im Festsaal des Rathauses von Quedlinburg zum Empfang durch den Oberbürgermeister. Wer danach noch fit genug war, konnte Quedlinburg bei einer Stadtführung durch einen Nachtwächter von einer anderen Seite kennenlernen.

Blicke über den Tellerrand – Kooperationsprojekte für die LEADER-Region

Foto: AH

Stadt Seeland/ OT Schadeleben – Am 15. Juni 2017 fand die erste gemeinsame Veranstaltung der Lokalen Aktionsgruppen des Salzlandkreises statt. Nach einem informativen Teil wurde das Thema Kooperationsprojekte auf spielerische Weise in unterschiedlichen Workshops durch die Teilnehmer erarbeitet.

Rund 36 Teilnehmer der Lokalen Aktionsgruppen der LEADER-Regionen „Aschersleben-Seeland“, „Börde-Bode-Auen“, „Bördeland“, „Elbe-Saale“ sowie „Unteres Saaletal und Petersberg“ fanden trotz des schönen Wetters den Weg nach Schadeleben ins Seelandforum. Eingeladen wurden sie von ihren LEADER-Managerinnen, Gastgeberin der Veranstaltung war die LAG Aschersleben-Seeland. Ziel war es einerseits, den Mitgliedern weitere Kompetenzen zum Thema  Kooperationsprojekte zu vermitteln, damit diese ihre Erfahrungen im jeweiligen Bürgergremium fundiert und zielgerichtet einbringen können. Andererseits bestand schon lange der Wunsch, dass sich die verschiedenen Gruppen kennenlernen und untereinander vernetzen. Denn aus dieser Vernetzung können neue Ideen für gemeinsame Kooperationen entstehen.

Das Thema Kooperationsprojekte nimmt in der LEADER-Förderung einen großen Stellenwert ein. Ziel ist es, vorhandenes Wissen mit anderen Regionen zu verknüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen, so dass alle Beteiligten durch ein Projekt profitieren können. Doch gerade hier liegt auch manchmal das Problem: viele Akteure scheuen den durchaus komplexen Prozess. Dieser kann durch räumliche und möglicherweise auch sprachliche Distanz zusätzlich erschwert werden.

Im informativen Teil der Veranstaltung wurden Beispiele für gelungene Projekte vorgestellt und die Grundlagen für Kooperationen in Sachsen-Anhalt durch Frau Heike Winkelmann von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH vermittelt. Auch das Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Salzlandkreises wurde durch den Projektleiter Dirk Helbig persönlich vorgestellt. Aus diesem Vorhaben leiteten sich auch die drei Themen für die anschließenden Workshops ab: Tourismus, Versorgung und Mobilität.

Nach einer kurzen Stärkung startete die Workshop-Phase. Zu den genannten Themen sollten verschiedene Ansätze entwickelt werden. Dies geschah aber auf eine ungewöhnliche Weise. Die Teilnehmer betrachteten die Problemstellungen nicht aus ihrer eigenen Sicht heraus, sondern schlüpften in die Rolle eines themenrelevanten Akteurs. So war es durchaus möglich, dass ein Bürgermeister zum Lebensmittelhändler wurde, Ideen aus dieser neuen Funktion heraus entwickeln und seinen eigenen Hintergrund ausblenden musste. Anfangs noch zögerlich, nahm die Diskussion schnell Fahrt auf und es entwickelten sich angeregte Gespräche. Die Teilnehmer konnten einen Blick über den Tellerrand werfen und ohne Rücksicht auf vorhandene Hierarchien auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Aus der spielerischen Entwicklung von Ideen kam es so schnell zu einer Übertragung auf die Realität. Die Teilnehmer waren so gefesselt, dass trotz der späten Stunde alle engagiert in den Gruppen beteiligt waren und die Arbeitsphase durch die Workshop-Leiter von „place/making“ aus Berlin sanft beendet werden musste. Im Anschluss nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, den Austausch mit neu gewonnenen Kontakten zu intensivieren.