Das bundesweite Netzwerk „RegioLogistik“ geht in die dritte Runde

Am 30. November 2017 findet das dritte Treffen der Reihe „Logistikforen 2017“ in Hannover statt.

Die Veranstaltung steht unter dem Thema „Gute Qualität sicher und nachhaltig transportiert und bereitgestellt“. Im Fokus stehen dabei unter anderem Anlieferungs- und Bereitstellungssysteme für Lebensmittel, Transportbehälter und nachhaltige Verpackung. Dazu finden am Vormittag Fachvorträge statt und nachmittags stellen sich unterschiedliche Unternehmen im Rahmen eines Wissensmarktes vor.

Ziel der Logistikforen 2017 ist es, mit dem Wissen, der Erfahrung und den Kompetenzen vermarktender Initiativen und wissenschaftlicher Experten ein starkes Netzwerk der Regional-Logistik zu schaffen. Um Anmeldung wird bis zum 17. November gebeten.

Hier finden Sie die Einladung, das detaillierte Programm und den Wissenmarkt für das dritte Forum.

Mehr zum Projekt „Logistikforen 2017“ erfahren Sie hier.

Handbuch zur Regionalvermarktung erschienen

Der Bundesverband der Regionalbewegung möchte Regionalvermarktungsinitiativen unabhängig von ihrem Erfahrungsstand, ihrer Größe oder ihres Sortiments unterstützen und professionalisieren. Auf Grund der Vielzahl unterschiedlicher Formen von Regionalvermarktungsinitiativen ist die Vorgabe eines exakten Lösungswegs nicht möglich. Daher gibt das Handbuch Hilfen und Erfahrungswerte für die Vorbereitung der eigenen Entscheidungen. Gleichwohl soll der Leitfaden konkrete Unterstützung geben und das Arbeitsfeld der Regionalvermarktung in seiner ganzen Breite beleuchten.

Das Handbuch zur Regionalvermarktung beinhaltet die Bereiche der Regionalvermarktung, darunter auch:

  • Qualitäts- und Herkunftssicherung
  • Marketing und Kommunikation
  • Vertrieb und Logistik
  • Struktur und Finanzierung

Im Handbuch sind auf insgesamt 86 Seiten zahlreiche praktische Beispiele enthalten, die Wege zeigen, die Regionalvermarktungsinitiativen aktuell gehen. Diese Beispiele dienen als Entscheidungshilfen für das eigene Handeln oder dafür die Lösung von Problemen abzuleiten.

Eine Leseprobe sowie das Bestellformular erhalten Sie hier.

Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung

Knapp 420 Mio. € an Fördermitteln stehen für die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz und Ländliche Entwicklung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) im Zeitraum 2014 bis 2020 in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Viele Gemeinden und Projektträger haben sich auf den Weg gemacht und Projekte entwickelt. Angesichts eines immer komplexer werdenden Regelwerks sind die bürokratischen Hürden für die Antragsteller jedoch hoch. Es besteht große Einigkeit, dass diese ausufernde Bürokratielast in eine Sackgasse führt.

Bundes- und europaweite Beachtung fand deshalb das Papier „Neuausrichtung der ELER-Förderung nach 2020 (ELER – RESET)“ vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, das 2016 radikale Vorschläge für eine echte Vereinfachung der ELER-Förderung vorgelegt hat.

In der Veranstaltung „Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung“ wird Thomas Trepmann, Mitautor aus Sachsen, diese Vorschläge vorstellen. Gemeinsam mit Akteuren aus Norddeutschland und Dänemark sowie den TeilnehmerInnen soll diskutiert werden, wie es gelingen kann, eine solch grundlegend neue „Förder- und Kontrollphilosophie“ zu etablieren.

Die Veranstaltung findet am 13. November von 13:30 bis 17:30 Uhr im Hotel Prisma in Neumünster statt. Um Anmeldung wird bis zum 08. November gebeten.

Informationen zum Programmablauf und den Anmeldebedingungen finden Sie hier.

Fachtagung – Baugeschichtliche Entdeckungen in Dorfkirchen und die Suche nach Wissen in den Archiven

Am 18. November findet von 10:00 bis 15:30 Uhr eine Fachtagung zum Thema „Baugeschichtliche Entdeckungen in Dorfkirchen und die Suche nach Wissen in den Archiven“, initiiert durch den VDKSA (Verband der Kirchbauvereine Sachsen-Anhalt e.V.), in Merseburg statt. Um Anmeldung wird bis zum 12. November gebeten. Näheres zum Programmablauf und zur Anmeldung können Sie diesem Flyer entnehmen.

Alle Fördervereine und kleinen Kirchgemeinden kennen das.
Die Anforderungen an Kenntnisreichtum, Urteilskraft und Präsentationsniveau bei den Akteuren vor Ort steigen. Förderanträge und Wettbewerbsbeteiligungen, Projektarbeit und Besucherbetreuung, Sponsorengewinnung und die Bewältigung von Bau- und Restaurierungsaufgaben erfordern hohe Kompetenzen. Die Anforderungen an die Öffentlichkeitsarbeit steigen.
Immer wieder machen sich Menschen auf den Weg „ihre“ lange schon stillgelegte Kirche im Dorf wieder aufzubauen. Oder eine Kirchgemeinde plant die liturgische Neuordnung ihres Kirchenraumes. Vereine führen sommerliche Denk-mals-Werkstatttage durch. Offene Kirchen empfangen ihre Besucher. Pilgerwege führen Besucher in die Kirchen. All dies verlangt vor Ort nach umfassendem Wissen und Handlungsfähigkeit.
Immer häufiger übernehmen Ehrenamtliche und Freiwillige derartige Aufgaben, die vor Jahren noch bei Hauptamtlichen der Kirche lagen. Ein herausragender Wissensspeicher war einst das im Pfarrhaus lagernde Kirchgemeindearchiv. Heute muss der Wissenserwerb neu organisiert und unterstützt werden. Für die Aktiven in einer Kirche sind Kenntnisse aus der Baugeschichte und Baukultur, aus der Gemeindegeschichte und Geschichte des Kulturraumes unverzichtbar. Experten aus der Bauforschung sowie dem kirchlichen und staatlichen Archivwesen zeigen auf, welche Spuren der Baugeschichte in den Kirchen erkennbar sind und wie die reichen historischen Quellen erschlossen werden können.

Dritter Marktplatz für Dörfer am 29. November in Berlin

Die DVS lädt zum dritten Marktplatz für Dörfer ein. Er wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Fünften Forum des Programms „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ der Robert Bosch Stiftung veranstaltet.

Die Veranstaltung „Konferenz der Akteure – Gesellschaft selber machen“ findet am 29. November 2017 in Berlin statt.

Die Konferenz richtet sich vor allem an Menschen, die vor Ort neue Wege gehen, etwa mit neuen Gemeinschaften, Produkten oder Ideen für die Versorgung auf dem Land.

Warum leben Menschen auf dem Land? Wozu brauchen wir gesellschaftlichen Zusammenhalt und was ist damit eigentlich gemeint? Wer übernimmt Verantwortung in der Gemeinde? Wo wird die Politik für den ländlichen Raum gemacht? Und schließlich, wie kommen wir von einer guten Projektidee zu einem neuen Miteinander? Getreu dem Motto „Gesellschaft selber machen“ haben wir diese Fragen im sogenannten Neuland-Dialog gemeinsam mit vielen Interessierten diskutiert.

Die daraus entstandenen Impulse und Ideen wollen wir während der Veranstaltung in sieben Ideenlaboren gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln, um das Ziel, Gesellschaft selber zu machen, konkret werden zu lassen. Dabei geht es beispielsweise um die Gestaltung von Lernreisen, um eine Förderung, die sich an den Potenzialen von Menschen orientiert oder um die Einführung von Netzwerkgeld. Zudem soll diskutiert werden: Welche Impulse kann Kultur für die Entwicklung der Region geben? Oder: Wie sieht ein zukunftsfähiges Dorf aus?

Während eines „Schwarzmarktes“ gibt es Raum für Austausch, Vernetzung und Ideenhandel. Zur gemeinsamen Diskussion sind Vertreter der Länder und des öffentlichen Lebens eingeladen.

Bis zum 15.11.2017 können Sie sich online anmelden (die Teilnehmerzahlen sind begrenzt). Das ausführliche Programm und den Link zur Onlineanmeldung finden Sie auf der Website www.netzwerk-laendlicher-raum.de/marktplatz.

LEADER/CLLD-Jahreskonferenz hat in Quedlinburg stattgefunden

Foto: Amtshof Eicklingen

In diesem Jahr fand die LEADER/CLLD-Jahreskonferenz am 14. September 2017 in Quedlinburg statt. Gemeinsam mit der LAG Rund um den Huy, der LAG Nordharz und der LAG Harz luden die EU-Verwaltungsbehörden ELER, EFRE und ESF die entsprechenden Akteure zur Veranstaltung unter dem Motto: „Lokale Strategien – Vielfalt in Europa“ ins Palais Salfeldt ein.

Nach einer Begrüßungsrunde und verschiedenen Ehrungen erfolgte der Einstieg in die CLLD-Thematik, indem in drei verschiedenen Vorträgen über die Erfahrungen und Herausforderungen zu CLLD in Schweden, in der Tschechischen Republik sowie als Überblick in allen Mitgliedstaaten der EU berichtet wurde. Die anschließende Diskussion mit den Vortragenden und den Teilnehmern wurde rege geführt.

LEADER-Konferenz Exkursion NH
Foto: Amtshof Eicklingen

Nach diesem informationsreichen Vormittag wurden Exkursionen angeboten, die Einblicke in beispielhafte Projekte der gastgebenden Lokalen Aktionsgruppen im Landkreis Harz gewähren sollten. In der LAG Rund um den Huy wurden Projekte in Osterwieck und Deersheim vorgestellt. Die Gruppe, die sich für eine Exkursion in das Gebiet der LAG Nordharz entschieden hat, besuchte Projekte in Quedlinburg und Neinstedt, wohingegen Teilnehmer der Exkursion der LAG Harz Einblicke in Projekte aus Drübeck, Veckenstedt und Silstedt erhielten.

Nach den Exkursionen trafen sich alle Teilnehmer im Festsaal des Rathauses von Quedlinburg zum Empfang durch den Oberbürgermeister. Wer danach noch fit genug war, konnte Quedlinburg bei einer Stadtführung durch einen Nachtwächter von einer anderen Seite kennenlernen.

Blicke über den Tellerrand – Kooperationsprojekte für die LEADER-Region

Foto: AH

Stadt Seeland/ OT Schadeleben – Am 15. Juni 2017 fand die erste gemeinsame Veranstaltung der Lokalen Aktionsgruppen des Salzlandkreises statt. Nach einem informativen Teil wurde das Thema Kooperationsprojekte auf spielerische Weise in unterschiedlichen Workshops durch die Teilnehmer erarbeitet.

Rund 36 Teilnehmer der Lokalen Aktionsgruppen der LEADER-Regionen „Aschersleben-Seeland“, „Börde-Bode-Auen“, „Bördeland“, „Elbe-Saale“ sowie „Unteres Saaletal und Petersberg“ fanden trotz des schönen Wetters den Weg nach Schadeleben ins Seelandforum. Eingeladen wurden sie von ihren LEADER-Managerinnen, Gastgeberin der Veranstaltung war die LAG Aschersleben-Seeland. Ziel war es einerseits, den Mitgliedern weitere Kompetenzen zum Thema  Kooperationsprojekte zu vermitteln, damit diese ihre Erfahrungen im jeweiligen Bürgergremium fundiert und zielgerichtet einbringen können. Andererseits bestand schon lange der Wunsch, dass sich die verschiedenen Gruppen kennenlernen und untereinander vernetzen. Denn aus dieser Vernetzung können neue Ideen für gemeinsame Kooperationen entstehen.

Das Thema Kooperationsprojekte nimmt in der LEADER-Förderung einen großen Stellenwert ein. Ziel ist es, vorhandenes Wissen mit anderen Regionen zu verknüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen, so dass alle Beteiligten durch ein Projekt profitieren können. Doch gerade hier liegt auch manchmal das Problem: viele Akteure scheuen den durchaus komplexen Prozess. Dieser kann durch räumliche und möglicherweise auch sprachliche Distanz zusätzlich erschwert werden.

Im informativen Teil der Veranstaltung wurden Beispiele für gelungene Projekte vorgestellt und die Grundlagen für Kooperationen in Sachsen-Anhalt durch Frau Heike Winkelmann von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH vermittelt. Auch das Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Salzlandkreises wurde durch den Projektleiter Dirk Helbig persönlich vorgestellt. Aus diesem Vorhaben leiteten sich auch die drei Themen für die anschließenden Workshops ab: Tourismus, Versorgung und Mobilität.

Nach einer kurzen Stärkung startete die Workshop-Phase. Zu den genannten Themen sollten verschiedene Ansätze entwickelt werden. Dies geschah aber auf eine ungewöhnliche Weise. Die Teilnehmer betrachteten die Problemstellungen nicht aus ihrer eigenen Sicht heraus, sondern schlüpften in die Rolle eines themenrelevanten Akteurs. So war es durchaus möglich, dass ein Bürgermeister zum Lebensmittelhändler wurde, Ideen aus dieser neuen Funktion heraus entwickeln und seinen eigenen Hintergrund ausblenden musste. Anfangs noch zögerlich, nahm die Diskussion schnell Fahrt auf und es entwickelten sich angeregte Gespräche. Die Teilnehmer konnten einen Blick über den Tellerrand werfen und ohne Rücksicht auf vorhandene Hierarchien auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Aus der spielerischen Entwicklung von Ideen kam es so schnell zu einer Übertragung auf die Realität. Die Teilnehmer waren so gefesselt, dass trotz der späten Stunde alle engagiert in den Gruppen beteiligt waren und die Arbeitsphase durch die Workshop-Leiter von „place/making“ aus Berlin sanft beendet werden musste. Im Anschluss nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, den Austausch mit neu gewonnenen Kontakten zu intensivieren.

04. Sitzung der LAG „Aschersleben-Seeland“ – Suche nach Menschen mit kreativen, mutigen und innovativen Ideen

AscherslebenDie Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe „Aschersleben-Seeland“ (LAG) tagten am Dienstag, dem 25. April, im Zoo von Aschersleben. Auf ihrer vierten Sitzung tauschten sie sich über ihre Strategie bei der Suche nach Projekten für 2018 aus und informierten sich über die Arbeit des Managements.
Den Auftakt machte der Verschönerungsverein Aschersleben e.V. mit einer Führung über den ehemaligen Burgberg von Aschersleben. Der Verein erhielt letztes Jahr eine Förde-rung durch die LAG für die landschaftspflegerische Erneuerung auf der Bestehornhöhe (Goetheblick) und präsentierte den Mitgliedern das Ergebnis sowie weitere voraussichtliche Vorhaben.

Auf der Sitzung im Dschungelcafé des Zoos klärte das LEADER-Management über den Stand der Förderprojekte 2017 auf. Für alle neun eingereichten Vorhaben wurden bei den Bewilligungsbehörden Fördermittel von insgesamt 1,05 Mio. Euro beantragt. Die Antrag-steller waren überwiegend Vereinen, Privatpersonen und Unternehmen.
Der Vorsitzende, Herr Hase, setzte mit der Gruppe noch einmal ein deutliches Zeichen, dass man auch zukünftig in erster Linie Projekte von privaten Projektträgern fördern möchte. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass das Verständnis von LEADER weiterentwickelt wird: „Weg von der Wahrnehmung als klassische Dorferneuerung, hin zur Förde-rung von privaten Projektträgern und innovativen Ideen.“
Interessierte Personen können für Vorhaben die mit den Zielen der Gruppe im Bereich Lebensqualität, Tourismus und Wirtschaft sowie Natur übereinstimmen eine Förderung von bis zu 50.000 Euro erhalten. Bewerbungsfrist für das Jahr 2018 ist der 1. September 2017.